10. September 2015

Der Hobbit

Der Hobbit

(Rezension geschrieben von Andrea)

 

  
Produktinformationen:

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
ISBN: 9783608939774 
Autor: J.R.R. Tolkien
Verlag: Klett-Cotta
Amazon: Klick.



Inhalt:

"Bilbo Beutlin ist ein angesehener Hobbit, der im Auenland lebt. Wie bei den Hobbits üblich hält er nicht viel von Abenteuern und genießt sein ruhiges Leben. Eines Tages stehen aber der Zauberer Gandalf und 13 Zwerge vor seiner Türe. Gemeinsam mit ihnen macht sich der kleine Hobbit zu seinem größten Abenteuer auf. Die Zwerge wollen mit seiner Hilfe einen gewaltigen Schatz zurückerorbern. Der Harken an der Sache ist, das ein Drache sich diesen Schatz geschnappt hat und der alte Smaug denkt gar nicht daran auch nur einen kleinen Teil seines Schatzes herzugeben. Außerdem ist der Weg zum einsamen Berg nicht ungefährlich, aber glücklicherweise fällt dem Hobbit ein ganz besonderer Ring in die Hände.."

Rezension:

 Vorweg sollte ich vielleicht erwähnen das das Buch nicht das Buch zu den Filmen ist, sondern das Original von Tolkien. Es kommen also weder Legolas noch Tauriel vor! Leider gibt es die ISBN nicht auf Lovelybooks, deswegen wird diese Rezension quasi eine ganz exklusive Rezension, die man nur hier auf dem Blog findet^^

 Ich fang dann einfach erstmal mit den Besonderheiten des Buches an. Vorne und hinten im Buch befinden sich jeweils eine Karte, damit man sich zurechtfindet in der Welt von Tolkien. Außerdem finden sich vorne im Buch eine Erklärung zu den Runen, die ich um ehrlich zu sein aber nicht gebraucht habe. Was die Runen auf der Karte besagen, wird nämlich auch nochmal im Buch selbst erklärt.

Zum Schreibstil kann ich sagen, das es mir unglaublich gut gefallen hat wie die Geschichte erzählt wird. Ich hatte das Gefühl als würde mir mein Großvater eine ganz alte Geschichte erzählen. Der liebe "Herr Großvater" nimmt aber zwischenzeitlich auch einiges vorweg und ist ein allwissender Erzähler. Einige mag sowas stören, da auch teilweise in der Mitte des Buches schon von den Abenteuern am Ende die Rede ist, aber mich hat es nicht gestört, sondern noch neugieriger gemacht. Durch den allwissenden Erzähler erfahren wir auch genaueres über Gollum oder die Menschen der Seestadt. Wir sind also nicht nur auf die Zwerge oder den Hobbit beschränkt, sondern erfahren auch viel über die Welt in der sie leben und vor allem über die Leute, die sie auf ihrer Reise treffen.

Was mir allerdings etwas negativ aufgefallen ist, sind einige ziemlich "schwere" Begriffe in diesem Buch. Das ein oder andere Wort musste ich tatsächlich googeln, weil ich nicht wusste was es heißt. Das liegt vermutlich aber auch einfach daran das die Geschichte schon relativ alt ist und einige Begriffe, die damals öfter verwendet wurde, heute so kaum noch verwendet werden.

Bei "Der Hobbit" handelt es sich um ein Kinderbuch und das merkt man auch an vielen Stellen. Beispielsweise sind die Zwerge ziemlich dämliche Gesellen, wenn ich das mal so sagen darf. Ohne Bilbo wären sie ziemlich oft total aufgeschmissen gewesen. Der Hobbit wechselt immer mal wieder von besonders tapfer, zu besonders klug und dann wieder zu einem typischen Hobbit der ans Essen und sein Heim denkt. Aber alles in allem finde ich ihn noch am symphatischsten. Die Elben in diesem Buch werden teilweise auch alles andere als besonders edel, klug und unnahbar dargestellt. Beispielsweise singen sie ziemlich gerne und in diesen Liedern machen sie sich über andere Leute lustig. Sie trizen und albern sehr viel herum. Um ehrlich zu sein war das ein Punkt der mir NICHT gefiel. Wenn ich den Begriff "Elben" höre, stelle ich mir alles andere als witzereißende und manchmal sogar etwas dumme Wesen vor.
Das Buch wechselt manchmal von recht brutal, für ein Kinderbuch, zu ziemlich albern. Mir persöhnlich hat es nicht ganz so viel ausgemacht, da ich mir halt wirklich die ganze Zeit vor Auge geführt habe das es sich eben um ein Kinderbuch handelt und da müssen die Charakter nunmal ab und an albern oder unüberlegt handeln. Allerdings wurde dadurch den ernsten Momenten der Wind aus den Segeln genommen und man hat nicht wirklich um irgendwelche Toten getrauert oder war besonders ergriffen.


Abschließende Meinung:
Mir hat der Hobbit gut gefallen. Ich wurde auf eine schöne, lustige und gut beschriebene Reise mitgenommen und vor allem der angenehme Schreibstil hat mir gut gefallen. Meiner Meinung nach hätte das Buch an einigen Ecken etwas ernster sein dürfen. Zu empfehlen ist es aber allemale und zwar nicht nur für Kinder, sondern auch für Jugendliche und Erwachsene. Wer etwas zu schmunzeln braucht und in eine schöne Fantasywelt abtauchen möchte, dürfte mit Der Hobbit gut bedient sein.
Von mir gibt es daher 4 von 5 verrückte Gesichter.


Habt ihr Der Hobbit gelesen? Oder andere Bücher von Tolkien? Kennt ihr vielleicht ähnlich gute Fantasybücher die über eine spannende und lustige Reise handeln? Lasst es mich in den Kommentaren wissen :)
Andrea

Kommentare:

  1. Huhu Andrea,

    vorweg erst mal: mir gefällt deine Rezension echt voll gut! Vorher hast du mit deinen langen und ausführlichen Rezensionen geglänzt und jetzt hast du es geschafft alles ausführlich auf den Punkt zu bringen und das in dieser (aus meiner Sicht) kurzen Länge. Klasse! =)
    Der Hobbit habe ich jetzt nicht gelesen, aber ich habe auch nicht wirklich erwartet, dass es sich dabei um ein Kinderbuch handelt. Das hat mich gerade echt total verwirrt, denn ich dachte immer das wäre ein Jugend-/Erwachsenen- Roman. Aber gerade weil ich es nicht gelesen habe, kann ich dir jetzt auch keine Ähnlichen empfehlen. Leider. ._. Aber ich bin froh, dass dir das Buch gefallen hat und du es sogar an Jugendliche und Erwachsene empfehlen würdest. =)

    Liebe Grüße
    Leni =)

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    1. Hey Leni,

      ich danke dir! So langsam kriege ich den Dreh raus. Wobei vermutlich bei Büchern, die mich unglaublich begeistert oder die ich echt mies fand, trotzdem noch lange Rezis folgen werden xD Beim schwärmen und haten, kann ich mich einfach nicht kurz fassen :D
      Der Eindruck entsteht vermutlich durch die Filme. Die Filme sind halt echt komplett anders. Auch von der Ernsthaftigkeit und vom Plot her. Auch sind die Herr der Ringe Bücher wohl für Jugendliche/Erwachsene gemacht, da denkt man schnell das es beim Hobbit genauso ist. Ich war also genauso verwirrt wie du am Anfang. Google, Verläge etc haben mir dann aber angezeigt das es sich um ein Kinderbuch handelt, welches Tolkien für seine Kinder geschrieben hat. :)
      Ach Schade :/

      Liebe Grüße
      Andrea

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    2. *Lach* Ich denke, dass ist aber bei jedem Rezensenten so. Schwärmen und Haten kann man einfach nicht kurzfassen, das ist einfach so! xD Man will den Lesern doch auch deutlich machen was man vom Buch hält. =')
      Das mit den Filmen kann natürlich gut sein, aber auch die über 300 Seiten könnten ja darauf schließen lassen, dass es nicht unbedingt ein Kinderbuch ist. Ich finde es aber richtig süß, dass diese richtig bekannte Geschichte ein Buch von Tolkien an seine eigenen Kinder ist. Der Gedanke gefällt mir echt gut! =)

      Liebe Grüße
      Leni =)

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  2. Hallo Andrea,

    da ich durch meinen Bruder ein großer Herr Der Ringe Fan bin und er mir Der Hobbit geliehen hat bin ich ein noch größerer Fan von dem Buch und den Filmen!
    Das Buch habe ich jetzt zwei mal gelesen und bin immer noch begeistert und ich stimme dir zu das man das Buch in jedem alter lesen kann!

    Liebe Grüße,
    Sina :)

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