8. Januar 2016

Drachenblut

Drachenblut - Das Erbe der Samurai

(Rezension geschrieben von Andrea)

 

 
Produktinformationen:


Paperback: 300 Seiten
ISBN: 9783958690615
Autor: Daniela Knor
 Verlag: Amrun
Amazon: Klick
Preis: 12,90€






Die Rezension auf dem Blog, wird sich etwas von der auf Lovelybooks unterscheiden. Auf LB wird das ganze etwas, naja, seriöser und hier soll das ganze etwas unterhaltsamer und weniger ernst werden. Da ihr nun gewarnt seid, viel Spaß bei der Rezension :)  

Inhalt:

Nach dem brutalen Tod seiner Eltern, wuchs der damals junge Takeru in Deutschland auf. Nun, viele Jahre später, kehrt er als Fremder in sein Heimatland Japan zurück. Dort möchte er dem Tod seiner Eltern nachgehen, aber der Feind der Familie hat ein Auge auf den Jugendlichen geworfen. Takeru nimmt den Kampf gegen heimtückische Geister und andere übernatürliche Wesen auf. Ihm zur Seite, steht die schöne Kämpferin Ayumi, die ein dunkles Geheimnis mit sich rumschleppt.
(Wie immer, habe ich den Inhalt selbst zusammengefasst. Ich würde auch abraten, den eigentlichen Klappentext zu lesen, da dieser viel zu viel verrät!)


Rezension:
Fange ich also mal mit den Sachen an, die mir sehr gut gefallen haben. Wie ich in der Leserunde erfahren habe, war die Autorin selbst schonmal in Japan und das merkt man dem Buch auch an. Die Beschreibungen von Orten, Sitten und Verhalten der Japaner sind unglaublich toll. Man hat das Gefühl als würde man selbst über die Straßen von Japan wandern. Zudem lernt man auch einige einfache japanische Begriffe, die sich hinten im Glossar nochmal nachlesen lassen. Neben den Beschreibungen von tatsächlichen Orten, wurden auch einige Legenden, Mythen und andere Fantasyelemente aufgegriffen. Auch diese waren alle sehr gut recherchiert und wurden in der Geschichte sehr gut erklärt.
Die Geschichte an sich, geht sehr spannend los, kann diese Spannung aber leider nicht die ganze Zeit aufrecht erhalten. Es gibt mehr Gerede und gewander durch die Natur, als spannende Kämpfe. Wenn dann mal gekämpft wurde, dann war das zwar sehr spannend, aber man konnte vorausahnen das unser Held mit wenig Schaden davonkommt.  
Die Liebesgeschichte in diesem Buch erfüllt ihren Zweck, hätte meiner Meinung nach aber auch nicht sein müssen. Gut auf 300 Seiten, lässt sich vermutlich auch keine emotionale Liebesgeschichte erzählen, vor allem wenn sie nur nebensächlich ist, aber mich störte es schon ein bisschen, wie krass verliebt unser Protagonist getan hat.
Das letzte Drittel des Buches ging sehr flott. Mir persönlich sogar etwas zu schnell. 

Es war, als würde ein Schalter umgelegt werden. Von wenig Spannung auf Finaler Endkampf!

Neben dem sehr rasanten Finalkampf, ließ mich das Ende aber dann doch nicht so ganz zufrieden zurück. Einerseits würde ich mir eine Fortsetzung wünschen, andererseits ist das Buch auch so in sich abgeschlossen.

Kommen wir jetzt aber noch kurz zu den Charakteren. Mit den Nebencharakteren konnte ich mehr Anfangen als mit Takeru, unserem Protagonisten. 
Takeru wirkte am Anfang sehr authentisch. Er befindet sich im gleichen Alter, wie ich und schlägt sich mit den Problemen eines jeden Jugendlichen in dem Alter rum. Zu Beginn hatte ich noch das Gefühl das Takeru mir sympathisch werden könnte. Er wirkte intelligent und nicht besonders anstrengend. Leider änderte sich das im Verlauf der Geschichte. Er handelte für meinen Geschmack viel zu oft, viel zu unbedacht. In der Leserunde war die Autorin so freundlich und hat mir erklärt, was Takeru für ein Typ ist. Er ist die Art von Typ, der aus dem Bauch heraus handelt und der die Vernunft außen vorlässt, wenn die Sache emotionale Aspekte hat. Jetzt im Nachinein, kann ich dadurch gewisse Handlungen von Takeru nachvollziehen. Leider ist mir Takeru dadurch trotzdem nicht sympathisch geworden. Liegt vermutlich daran das er sich vom Typ her von mir komplett unterscheidet.

Wie ihr lieben Leser ja auch wisst, bin ich kein Fan von schwächlichen, männlichen Charakteren, die unbedacht handeln. Vor allem solche liebeskranken Charaktere wie Takeru sind mir ein Graus xD

Neben Takeru spielt auch Ayumi eine relativ wichtige Rolle. Mit ihr konnte ich auch nicht so wirklich warm werden. Sie macht einen auf geheimnisvoll und zeigt eher selten ihre Emotionen. Ist zwar für Japaner recht typisch, aber auf mich wirkte Ayumi dadurch eher mechanisch als menschlich. Zwischenzeitlich hat sie dann aber doch ganz plötzlich ihre Emotionen gezeigt, was mich dann immer wieder verwirrt hat. Ich konnte sie einfach absolut nicht einschätzen.
Jiro, der Freund von Takeru, ist mir hingegen direkt ans Herz gewachsen. Er ist ein lieber und hilfsbereiter Freund. Auch Ellie, die Adoptivschwester von Takeru finde ich ziemlich nett. Sie kommt zwar nur am Anfang vor, aber die wenigen Seiten haben gereicht. 
Die Bösewichte blieben leider äußerst blass. Sie hatten keinen wirklichen Tiefgang. 
Zu guter letzt, möchte ich euch aber noch die tolle Aufmachung des Buches zeigen. Nicht nur das Cover ist wirklich schön, sondern auch die Rückseite des Buches und die kleine Besonderheit bei den einzelnen Kapiteln. Man merkt das sich jemand Gedanken bei der Aufmachung und Gestaltung des Buches gemacht hat.

 
Abschließende Meinung:
Drachenblut ist ein nettes Buch, das ein paar Schwächen aufweist. Man merkt an vielen Ecken, das das Buch ein Jugendbuch ist. Das soll jetzt nicht heißen, das es nicht für erwachsene geeignet ist, aber unser Protagonist springt wie ein Teenie direkt ins Abenteuer, ohne groß nachzudenken. Die Stärke dieses Buches liegt eindeutig bei den Beschreibungen und den gut recherchierten Hintergründen. Wer also Lust darauf hat ein gut beschriebenes Japan zu erforschen, macht erstmal mit diesem Buch nichts falsch. Von mir gibt es 3 von 5 verrückten Gesichtern. 

 
Andrea

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