12. Februar 2016

Selection 2

Selection - Die Elite
(Rezension geschrieben von Andrea)






Preis: 16,99 € [D], 17,50 € [A]
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 384
Altersempfehlung: ab 14
Meine Wertung: 3 verrückte Gesichter.
Reihe: 2. Buch der Selection Reihe.
Autor: Kiera Cass
Verlag: S. Fischer
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Inhalt:

Nur noch 6 Mädchen sind übrig. Unter ihnen befindet sich America, die nun mehr denn je den Konkurrenzkampf zu spüren bekommt. Zwischen den neuen Aufgaben und der ständigen Bedrohung der Rebellen, muss America die Entscheidung ihres Lebens treffen. Will sie Maxon's Prinzessin werden? Oder möchte sie lieber mit Aspen zusammen sein? 

Rezension:

Da mir das erste Buch der Reihe, zu meiner Überraschung, sehr gefallen hat, musste ich natürlich auch das 2. Buch lesen. Was mir positiv aufgefallen ist, ist der Schreibstil. Im Vergleich zum ersten Buch, hat der Schreibstil sich verbessert. Während mir im ersten Buch einige Kleinigkeiten am Schreibstil aufgefallen sind, kam ich bei diesem Buch sehr gut durch.
Obwohl die Story hier fast die ganze Zeit nur auf der Stelle rumtrippelt, verflogen die Kapitel ziemlich schnell. Es ist also ganz wie beim ersten Buch geblieben. Meiner Meinung nach hätte sich die Autorin weniger auf die Gefühle von America, sondern mehr auf die ganzen Fragen bezüglich der Rebellen konzentrieren sollen. Ich mein, das ist das zweite Buch und wir haben immernoch keine Ahnung was genau die beiden Rebellengruppen wollen und warum zum Geier die alle so easy peasy in den Palast eindringen können. Na gut, da kann man nur hoffen das im Folgeband diese Fragen beantwortet werden. Etwas mehr Action würde der Geschichte gut tun.
Jetzt komme ich aber zu dem Punkt, der mir am meisten am Herzen liegt. Die Charaktere und deren Entwicklung. Selten habe ich ein Buch gelesen, bei denen so ziemlich alle wichtigen Charaktere sich ins negative entwickeln. Selten habe ich ein Buch gelesen, bei dem mich die Charaktere so sehr aufgeregt haben wie in 'Selection - Die Elite'. Das es in dieser Buchreihe um eine Dreiecksbeziehung geht, dürfte ja mittlerweile klar sein, aber das ist die absolut ätzenste Dreiecksbeziehung die ich jemals gesehen habe! America wartet förmlich darauf das Maxon einen Fehler begeht um sich dann in die Arme von Aspen werfen zu können. Das Mädel braucht so viele verdammte Seiten bis sie kapiert, das Verantwortung kein Zuckerschlecken ist und das Maxon eben NICHT der verdammte König ist. Maxon muss sich nunmal den Befehlen seines Vaters unterordnen. America ist das aber so ziemlich egal. Für sie ist Maxon der Böse.

Wäre das Buch mein eigenes gewesen, hätte ich das Teil quer durch den Raum geworfen. HDUJAIHCDU. Wie kann America nur so verdammt sch**ße sein -_-

Aspen hat natürlich nichts besseres zu tun als Maxon schlecht zu machen und America kleiner zu machen, als sie eigentlich ist. 

Der Penner. Wehe der stirbt im dritten Buch nicht!

Also ob das nicht schon schlimm genug wäre, zerstört die Autorin dann auch noch Maxons Charakter. Der wirklich liebe und treue Maxon, der nur Augen für America hatte, wird plötzlich zum Weiberaufreißer. 

Was zum...!? Was soll das? Richtig unnötig. Ich mochte Maxon, warum wird mir das kaputt gemacht? *heul*

Einerseits kann ich Maxons's Verhalten verstehen. An seiner Stelle wäre ich es auch Leid ewig auf Americas Antwort zu warten.
Auf der anderen Seite, passt es aber überhaupt nicht zu seinem Charakter. Es gab Momente, in denen ich ernsthaft wollte das Maxon sich für Kriss oder eines der anderen Mädchen entscheidet. Leider shippe ich aber seit dem ersten Buch Maxon und America und obwohl ich extrem sauer auf das Weibsbild bin, kann ich sie mir nicht ohne Maxon vorstellen. Glücklicherweise hat die Autorin sich aber mit dem Ende des Buches aus der Patsche gezogen. Es lässt mich mit einem positiven Gefühl zurück und ich hoffe wirklich, das Kiera Cass dem ganzen ein zufriedenstellendes Ende verpasst hat. Genug vielversprechende Ansätze hat sie mit den ersten beiden Bänden immerhin geschaffen^^ 

Abschließende Meinung:

Hachja, ich hab keine Ahnung was ich abschließend sagen soll. Das Buch hätte echt gut werden können, aber die Dreiecksbeziehung wurde so in die Höhe gebauscht das ich mich die meiste Zeit aufgeregt habe. Immerhin muss man dem Buch aber zu Gute halten, das es mich nicht gelangweilt hat und das es mir immerhin ein paar Emotionen entlockt hat. Außerdem hat sich der Schreibstil verbessert und es hat eine gute Grundlage für das dritte Buch geschaffen. Von mir gibt es daher noch sehr gnädige 3 von 5 verrückten Gesichtern.


Kennt ihr Bücher, in denen GUTE Dreiecksbeziehungen vorkommen? Seid ihr eher für oder gegen Dreiecksbeziehungen in Büchern? Wie hat euch Selection - Die Elite gefallen? Team Maxon oder Team Aspen?
Andrea

1 Kommentar:

  1. Huhu Andrea,

    ich fand die Reihe ja sehr gut. Auch hatte ich das Gefühl, dass die Bände von mal zu mal besser wurden. Deine Rezension klingt für mich aber sehr nachvollziehbar. Ich kann gut verstehen, was du meinst.
    Sehr gute Rezension, die schlüssig eine andere Meinung darlegt.

    Ich mag Dreiecksbeziehungen in Büchern mittlerweile sehr gerne. Ein gutes und gängiges Mittel um Spannung zu schaffen. Was ich nicht so gut finde, ist, wenn die Hauptcharakterin Entscheidungen fällt, die ich so nicht fällen würde. Kürzlich habe ich mich in dieser Hinsicht über Celaena in Throne of Glass (Band 2) geärgert. Wie konnte sie nur diese Entscheidung treffen?

    Auch bei der Bissreihe war ich etwas sauer auf Bella, als sie sich in dem einen Band auf Jacob eingelassen hat. Solche Dreiecksbeziehungen können das Blut des Lesers in Wallung bringen. Das kann natürlich einerseits - wie erwähnt Spannungen schaffen - kann aber auch nach hinten losgehen ;o)

    Liebe Grüße Tanja

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