28. April 2016

[R] Die Wandlerin

Die Wandlerin
(Rezension geschrieben von Andrea)






Preis: 9,99 € [eBook]
Einband: eBook
Seitenanzahl: ca. 283 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren (geschätzt)
Meine Wertung: 4 von 5 Gesichter.
Reihe: 1. Buch der "Wandlerin"- Reihe.
Autor: Mona Stärck
Verlag: Editionfredebold
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Inhalt:

Die Drachen haben einen Krieg begonnen. Die königliche Familie der Menschen, wiegt sich in Sicherheit und will die Gefahr die von dem Drachenkönig Glamos ausgeht, nicht wahr haben. Einzig Larima, die Königin der Talkoon, erkennt die drohende Gefahr und bereitet sich auf einen Krieg vor. Um ihr Volk zu schützen schreckt die Königin vor nichts zurückt und benutzt jedes Mittel um an ihr Ziel zu kommen. So spielt auch Mella, die einzige lebende Wandlerin, eine wichtige Rolle in den Plänen Larima's. Mella wurde als Talkoon geboren, ist bei den Menschen aufgewachsen und fühlt sich im Herzen mit den Drachen verbunden. Sie, als letzte Wandlerin, ist die einzige die das mächtige Drachenaugen Juwel beherrschen kann. So beginnt Mella eine Reise bei der sie nicht nur Meuchelmördern, Elfen und ihrer wahren Herkunft auf die Spuren kommt, sondern sie beginnt ihre wahre Aufgabe als letzte Wandlerin zu verstehen.

Rezension:

Ich muss gestehen, das es mir schwer fällt dieses Buch zu bewerten. Obwohl sich die Geschichte hat super schnell und flüssig lesen lassen, wollte das Buch mich nicht komplett mitreißen.

Aber fangen wir doch erstmal bei dem Schreibstil an. Die ersten Kapitel lassen sich nur stockend lesen. Jedenfalls kam ich viel zu oft raus oder musste Sätze doppelt und dreifach lesen. Ab dem dritten Kapitel, legte sich das aber weitestgehend und ich kam schnell und flüssig durch das Geschehen.
Weiterhin ist das Buch aus der 3. Person geschrieben, schafft es aber trotzdem den Leser mit den Charakteren mitfühlen zu lassen.

Warum ich das extra hervorheben möchte? Weil ich leider oft das Problem habe, das Bücher, die aus der 3. Person geschrieben sind, es mir sehr schwer machen eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen.Bei diesem Buch hatte ich, zum Glück, keine Probleme damit. 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der, das die Geschichte sich nicht nur um Mella dreht. Sie ist zwar die Protagonistin, aber wir begleiten auch oft andere Charaktere durch die Welt und erleben deren Gedanken. Es sind also Sprünge von Charakter zu Charakter. Ebenfalls gibt es auch Zeitsprünge. Teilweise sind diese sehr gut gelungen, aber an vielen Stellen hätte man über dem Kapitel vermerken sollen, das gerade ein Sprung in die Vergangenheit stattgefunden hat. Nicht, das ich nicht schnell gerafft hätte das es sich um einen Zeitsprung handelt, aber es wäre für das Verständnis und den Lesefluss einfacher gewesen wenn es zu Beginn des Kapitels vermerkt worden wäre.
Die Charaktere sind allesamt bunt gemischt und es ist so ziemlich alles vertreten was man so aus dem Fantasygenre kennt. Mella und Aavon spielen in dieser Geschichte die größte Rolle. Während Mella ein jugendliches Mädchen in der Ausbildung zu einer vollwertigen Wandlerin ist, ist Aavon ihr Lehrer. Er ist ein seeeehr alter Magier und kämpft sowohl mit Schuldgefühlen als auch mit der Dunkelheit in sich selbst. Leider konnte ich mit Aavon nie komplett warm werden. Für mich verhielt er sich einfach nicht seinem Alter und seinen Erfahrungen entsprechend und teilweise blieb er für mich einfach ZU vielschichtig. 
Bei den Nebencharakteren sah es hingegen ganz anders aus. Mit denen konnte ich mich super schnell anfreunden. Vor allem der Elf Saremi hat es mir angetan mit seiner arroganten, aber doch selbstbewussten und spöttischen Art. Aber auch der Drachenprinz Panta hat sich in mein Herz geschlichen mit seiner ruhigen und besonnenen Art.

Von den Charakteren spring ich jetzt mal direkt zur Story & dem Weltenaufbau, sonst wird das ganze hier wieder viel zu lang :D
Storytechnisch wird man direkt in eine neue Welt geworfen, wie man das ja aus dem Fantasygenre gewohnt ist. Ich persönlich brauchte eine gewisse Zeit bis ich mich zurecht finden konnte, aber alles in allem ist die von Mona Stärck erschaffene Welt sehr interessant. Diese Welt wird bevölkert von vielen unterschiedlichen Rassen und die Story lässt uns auf jede dieser Rassen einen interessanten Blick werfen. Grundsätzlich geht es in der Geschichte hauptsächlich um das Reisen mit einem bestimmten Ziel. Auf diesen Reisen lernen wir viel über die Vergangenheit der Charaktere und erleben bei dem ein oder anderen eine schöne Charakterentwicklung. 
Was mir hingegen absolut gar nicht gefallen wollte, war die Liebesgeschichte. Sie wirkte auf mich viel zu übereilt und zu gewollt. Irgendwie konnte ich diese Liebe einfach nicht nachvollziehen und ich war wirklich angenervt, wenn dann mal eine Szene auftauchte die für mich übelst kitschig und erzwungen wirkte.

Was ungefähr bei jeder Liebesszene der Fall war^^

Abschließende Meinung: 
Ein schöner Reihenauftakt, der mich gut unterhalten hat. Mir waren die ganzen Sichtwechsel etwas zu viel und mir wollte die Liebesgeschichte absolut nicht zusagen, trotzdem vergebe ich 4 von 5 verrückte Gesichter.


Kennt ihr das Buch? Was haltet ihr von Büchern, die aus unterschiedlichen Sichten erzählt werden?

Andrea

Kommentare:

  1. Hi Andrea, :)

    schöne Rezension, allerdings finde ich die Namen der Charaktere ein klein wenig ansträngend zu lesen.

    Wenn ein Buch aus der 3. Person geschrieben ist, fällt es mir meist auch schwerer mich in die Geschichte einzufinden, aber gut das es bei dieser wohl nicht so ist.
    Der Elf Saremi klingt wirklich sehr interessant, ich finde das freche, aber doch charmante Charaktere immer einen Schwung in die Geschichte bringen ^^.
    Das nervt mich an Liebesgeschichten auch am meisten, da doch in einigen Büchern es etwas zu gewollt und überspitzt dargestellt wird.
    Ich finde auch das es völlig ausreicht ein Geschichte aus einer oder zwei Perspektiven zu erzählen.

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hey Sandra,

      jaa an die Namen der Charaktere musste ich mich auch erst gewöhnen :D Normalerweise haben einige sogar noch solche Zeichen oben drüber. Also so wie man es vllt aus dem französischen kennt.

      Da bin ich froh, das es nicht nur mir so ergeht :)
      Auf jeden Fall! Ich fand ihn super symphatisch.
      Vor allem in Jugendbüchern ist das der Fall. So plötzlich ohne Vorwarnung verlieben die sich und das ist dann die Liebe ihres Lebens. Und dann kommen diese klischeehaften und kitschigen Szenen und als Leser sitzt man da und rollt einfach nur mit den Augen :D
      Dem kann ich nur zustimmen! Außer die Bücher sind so gut geschrieben, wie es bei "A Song of Ice and Fire" der Fall ist. Da lebt das Buch ja quasi schon von den unterschiedlichen Perspektiven.

      Liebe Grüße
      Andrea

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