13. Mai 2016

[R] Selection 3

Selection - Der Erwählte
(Rezension geschrieben von Andrea)






Preis: 16,99 € [D], 14,99 € [eBook]
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 384 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Meine Wertung: 4 verrückte Gesichter.
Reihe: 3. Buch der "Selection"- Reihe.
Autor: Kiera Cass
Verlag: S. Fischer
Auf Amazon kaufen!









Inhalt:

Das Casting geht in die letzte Runde. Nur noch 4 Mädchen haben eine Chance auf die Krone, und auf eine Traumhochzeit. America ist immernoch die Favoritin des Prinzen, doch immernoch ist sie sich ihrer Gefühle unsicher. Während es im Land zu Unruhen und weiteren Rebellenangriffen kommt, muss America sich entscheiden. Aspen oder Maxon? Der Augenblick der Entscheidung ist gekommen: America hat ihr Herz vergeben.

Rezension:

Ich hadere nun schon seit Tagen mit mir selbst und dieser Rezension. Ehrlich gesagt weiß ich nämlich immernoch nicht was ich von dem Buch halten oder wie ich meine Eindrücke beschreiben soll.

Ich fange einfach mal bei der Story an. Wie ich es eigentlich schon im zweiten Buch gerne gehabt hätte, geht dieses Buch näher auf die Rebellen und deren Forderungen ein. Das erzeugte Spannung, die mich wirklich zeitweise an die Seiten gefesselt hat. Letztendlich war ich aber mit der Lösung des Problems nicht so ganz zufrieden. Es gibt Action und Angriffe, aber am Ende des Buches ist nicht klar was genau mit den radikalen Rebellen passiert ist. Haben sie sich erstmal zurückgezogen? Untergetaucht? Versteckt? Was wollten die jetzt eigentlich genau? Wer steckt dahinter? Wer sind die Anführer? 
Viel zu viele unbeantwortete Fragen für meinen Geschmack.
Wie auch schon in den Vorgängerteilen geht es in Selection auch wieder Größtenteils um Liebe. Im zweiten Buch dachte ich, das America sich bereits für einen Kerl entschieden hätte. Da hatte ich mich wohl geirrt. Gott sei Dank wird diese nervige Dreiecksbeziehung aber schon im ersten Drittel des Buches beendet und America rafft endlich welchen Kerl sie nun will. Allerdings sagt sie es ihm nicht, sondern wartet damit bis zum letzten Drittel. Warum sie das tut, fragst du dich? Ich habe absolut keine Ahnung. Die Antwort die mir darauf serviert wurde, war mehr als Schwachsinnig.

America an sich war in diesem Buch auch oft mehr als ätzend. Sie ist sehr Ich-bezogen. Das führt dazu, das sich viele Probleme auftauen, die aber grundsätzlich alle mit einem kurzen Gespräch hätten gelöst werden können.

Als Beispiel: Aspen will ihr etwas wichtiges sagen, aber America ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Wow, das hätte mir so viele bescheuerte und kitschige Gedanken/Szenen erspart.

Maxon hingegen ist wieder ganz der Alte. Man merkt das er America liebt und dadurch gab es viele süße Liebesszenen.
Aspen hat mir in diesem Buch auch besser gefallen. Ich kann nichtmal genau beschreiben warum ich ihn aufeinmal lieber mochte, aber irgendwas an seiner Art hat sich geändert. Er wirkte erwachsener, pflichtbewusster.
Mein absoluter Liebling in diesem Buch ist und bleibt aber Celeste. Jaa, du hast richtig gelesen. Celeste. Dieses Mädchen hat wohl die beste Charakterentwicklung in der ganzen Buchreihe hingelegt. Wow. Sie war witzig, selbstbewusst, hat sich ihre Fehler eingestanden und war einfach rundum symphatisch.

Als letztes möchte ich aber noch auf einen Punkt eingehen, der mich sehr gestört hat. Es geht um die ganzen Tode in diesem Buch. Jaa, es sterben Leute. Jede Menge sogar. Mich haben diese Tode, bis auf einen, absolut nicht berührt. Das lag daran, das diese Tode nur dem dramatischen Effekt dienten. Was so viel heißt wie: Lass mal der Figur eine tragische Geschichte verpassen um den Charakter aufzubessern. Tja, das ist leider nicht gelungen. Auf die Tode wurde viel zu wenig eingegangen. Die Charaktere haben mal kurz für eine Seite ihr Bedauern und ihre Trauer ausgedrückt und dann war das ganez schon wieder vergessen. Was soll das? Warum killt man Charaktere, wenn man das ganze so lieblos dastellt? Am schlimmsten fand ich aber, das ein Charakter nur gekillt wurde, damit nicht noch eine Dreiecksbeziehung stattfindet, bzw damit die Autorin sich nicht mit der unerwiederten Liebe dieses Charakters auseinandersetzen muss. Sowas stößt bei mir auf Unverständnis.

Warum deutet man dann überhaupt eine Dreiecksbeziehung an? Sowas macht mich wahnsinnig :D

Abschließende Meinung:
Selection - Der Erwählte ist ein gelungener Abschlussband. Wie im ersten Teil, gab es viele Kapitel bei denen ich das Buch gar nicht erst aus der Hand legen konnte. Einige Charakterentwicklungen verliefen auch mehr als erfreulich, weswegen ich mich dann jetzt doch für 4 verrückte Gesichter entschieden habe.
Ich habe also quasi aufgerundet, da wir nur volle Gesichter vergeben. 3,5 wäre meine eigentliche Bewertung gewesen^^


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen