6. Juni 2016

[R] Ebelle

Ebelle
Das Spiel aller Spiele
(Rezension geschrieben von Andrea)






Preis: 3,99 € [eBook]
Einband: /
Seitenanzahl: 422 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren.
Meine Wertung: 3 verrückte Gesichter.
Reihe: ...
Autor: Antonia Anders
Verlag:
Carlsen Impress
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Inhalt:

Eleanor ist leidenschaftliche Gamerin und setzt sich damit von ihren Klassenkameradinnen ab. Während diese shoppen gehen, sitzt sie lieber zu Hause und spielt Videospiele. Eben eines dieser Online-Spiele heißt Ebelle, welches in einer mittelalterlichen Welt spielt. Eleanor, kurz Elle, ist von diesem Trendgame begeistert, bis sie irgendwann in der Welt von Ebelle aufwacht. Mit nichts anderem als der Schuluniform an ihrem Leibe, muss Elle sich nun in dieser Welt zurechtfinden. Natürlich ist ihr großes Ziel wieder nach Hause zurück zukehren, aber das ist einfacher gesagt als getan. In Ebelle begegnet Elle den unterschiedlichsten Leute und sie findet letztendlich heraus, das nur sie das Unheil besiegen kann, das sich über Ebelle ausbreitet..

Rezension:

Dieses Buch habe ich in der Leserunde auf lovelybooks gewonnen, deswegen möchte ich mich an dieser Stelle nochmal bei der Autorin und dem Verlag für das Exemplar bedanken :)

Ebelle das Spiel aller Spiele ist ein Buch, das vom Inhalt her wie ein Traum für Gamer klingt. Leider tauchen aber wirkliche Gaminginhalte nur am Anfang und am Ende des Buches auf. Was passiert also 422 Seiten lang, wenn es doch nicht wirklich um ein Spiel geht? 
Nun, Ebelle entführt uns in eine mittelalterliche Zeit, die wunderbar beschrieben ist. Gebäude, Religion, Klamotten. Schreibstiltechnisch konnte ich wirklich nicht meckern. 
Auch unsere Protagonistin Eleanor ist zu Beginn eine schlagfertige Gamerin, die mit viel Witz und Verstand an die Sache rangeht. Im Verlaufe der Story wandelt sie sich aber zu einem recht passiven Charakter, der nicht nur gerettet werden muss, sondern der einfach nur noch vorhanden ist. Erst im Finale des Buches hat Eleanor ihren großen Auftritt und tritt nach mehreren Kapiteln endlich wieder mehr in den Vordergrund.
Neben Eleanor treten noch andere Charaktere mal mehr und mal weniger in das Rampenlicht. Leider haben die meisten von ihnen einfach nicht genug Zeit um sich zu tiefgründigen Charakteren zu entwickeln, obwohl sie eindeutig das Potential dazu hätten. Beispielsweise gibt es da einen sehr interessanten Firaq, der versucht Eleanor das kämpfen beizubringen oder es gibt ein "tragisches" Liebespaar, dessen Liebesgeschichte weitaus nachvollziehbarer war, als die von Eleanor.
Grundsätzlich muss ich aber gestehen, das die meisten guten Storyansätze irgendwo im Sand verlaufen. Natürlich ist es äußerst positiv das die Autorin versucht hat all ihren Figuren eine ordentliche Geschichte zu verpassen, aber leider gelingt das nur sehr dürftig. Es wird letztendlich dann doch nur oberflächlich an diesen Charakteren gekratzt.
Wie oben erwähnt konnte mich die Liebesgeschichte um Eleanor auch nicht überzeugen. Das ganze ging viel zu schnell und hat leider überhaupt keine Emotionen bei mir ausgelöst. Ich wäre sogar sehr froh gewesen, wenn dieses Buch komplett auf die Liebesgeschichte verzichtet hätte. Anstelle dessen, hätte man Eleanor vielleicht mehr Kampftechniken beibringen können, oder irgendwas das die Spannung konstant aufrecht erhält. Leider gibt es in diesem Buch viele Vorbereitungen und Eleanor verweilt teilweise zu lange auf einem Fleck, ohne das irgendwas interessantes passiert. Wie man merkt, konnte mich das Buch also nicht wirklich mitreißen. Das Ende des Buches ist allerdings ein Lichtblick, der dann doch noch irgendwie Lust auf mehr macht.

Abschließende Meinung:
Ebelle - Das Spiel aller Spiele hätte zu Beginn des Buches mehr Informationen über das Spiel streuen sollen, dann wäre ich als Gamerin weitaus zufriedener gewesen. So wirkt das Ganze, als wäre Eleanor einfach nur in einer mittelalterlichen Welt gelandet. Pluspunkte gibt es trotzdem für den flüssigen Schreibstil, die gute Grundidee und der schlagfertigen Eleanor. Von mir gibts insgesamt also 3 von 5 verrückten Gesichtern.

Andrea

Kommentare:

  1. Hi Andrea,

    ich hab schon mehrmals das Cover auf Blogs, etc. gesehen doch bis zu deiner Rezension hab ich den Klappentext noch nicht durchgelesen, aber Schade das es dir nicht so ganz gefallen hat, der Klappentext hat sich ja eigentlich ganz spannend angehört, auch wenn ich keine Gamerin bin.

    Ich finde es auch immer enttäuschend wenn ein Buch normalerweise viel Potenzial hätte, aber nicht gut umgesetzt worden ist. :(

    Liebe Grüße
    Sandra :)

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    1. Hey Sandra,

      der Klappentext hört sich echt total gut an. Wegen ihm un dem Cover habe ich mich auch bei der Leserunde beworben gehabt, aber ich hatte dann wohl irgendwie andere Erwartungen an das Buch.
      Es ist ein schönes Parallelwelt-Fantasy-Buch, aber es passiert mir einfach zu wenig, das Spannung aufbaut.

      Ohja, du sprichst mir aus der Seele! Mir hats bei dem Buch auch voll Leid getan. Vor allem da die Autorin so nett ist und der Anfang des Buches echt gut war.

      Liebe Grüße
      Andrea

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  2. Huhu Andrea,

    so wie du das Buch beschreibst, ist es einfach überhaupt nichts für mich. Als ehemalige Gamerin finde ich es nicht so klasse, dass die Grundstory so im Sande verläuft. Gerade damit macht man doch die Leser neugierig und dann geht man nicht darauf ein? Ist echt Schade! =/ Auch die Liebesgeschichte scheint nicht so prickelnd zu sein, wenn sie nicht wirklich nachvollziehbar war. Letztendlich sind aber die Charaktere das Wichtigste, wenn sie nur zu oberflächlich sind, dann macht das Lesen schnell keinen Spaß mehr. Ich kann also total nachvollziehen, warum dich das Buch nicht sonderlich mitgerissen hat. Schön aber, dass dich das Ende doch noch etwas positiv stimmen konnte. Vielleicht gefällt dir ja der nächste Band (falls es einen geben wird) besser. =)

    Ganz liebe Grüße
    Leni =)

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  3. Huhu =)
    Sehr ähm pink bei euch *lach

    Ja meine Gamerseele war auch empört über dieses Buch und bei mir ist es mit 2/6 sogar noch schlechter weggekommen. Hätte die Autorin es als Zeitreise gestaltet wäre es besser gewesen (wobei dann immer noch die moderne Ausdrucksweise der Protagonisten unpassend gewesen wäre)

    Ich war auch bei der Leserunde dabei und finde es schade, dass die Autorin meinte sie hätte sich mit MMORPG auseinandergesetzt und dabei ein Online Survival Game als Referenz heranzog

    Schöne Rezension =)
    LG Miss PageTurner

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    1. Hey,

      jaa das Pink ist meiner Mitbloggerin geschuldet. Meine Farbe ist es auch nicht xD

      Da wurde einfach schlecht vermarktet irgendwie. Wäre das ganze wirklich als Zeitreisegeschichte oder Parallelweltgeschichte angekündigt gewesen, wären vermutlich viel weniger "Gamer" enttäuscht gewesen. Haben sich ja doch viele von uns bei der Leserunde über den Mangel an Gamingelementen beschwert.

      Ohja! Das fand ich auch wirklich Schade. Da hätte sie sich doch eher mit sowas wie WoW oder Neverwinter oder sonstwas auseinandersetzen sollen. Wirklich schade :/ Potential hatte das Ganze ja.

      Liebe Grüße
      Andrea

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