19. Februar 2017

[R] Die Wolfselbin 3

Die Wolfselbin: Die Erlösung
(Rezension geschrieben von Andrea)






Preis: 3,99 € [eBook]
Einband: eBook
Seitenanzahl: 245 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren.
Meine Wertung: 4 verrückte Gesichter.
Reihe: 3. Buch der "Die Wolfselbin" Trilogie.
Autor: Susanne Ferolla
Verlag: Digital Publishers
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!! Spoiler sind in der Inhaltsangabe vorhanden. Lesen auf eigene Gefahr.!!

Inhalt:

Hurim findet endlich das Wolfselbenmädchen Jerelin. Nur sie hat die Macht, so heißt es, den Dämon zu zerstören. Ihre Seele ist nämlich verzaubert und würde wie Gift wirken, wenn der Schatten sie verschlingt. Allerdings verliebt Hurim sich in das Mädchen und nimmt sie mit nach Thoran. Nach dem Treffen mit Argromir, glaubt er das Jerelin sicher ist. Ein Irrtum wie sich herausstellt. Der Schatten hat nämlich schon längst einen eigenen Willen entwickelt und bäumt sich gegen seinen Meister auf..

Rezension:

Erstmal danke an den Verlag und die Autorin für das Rezensionsexemplar und die interessante Leserunde.

Zwar habe ich die Gesamtausgabe von "Die Wolfselbin" erhalten, allerdings hatte ich die ersten beiden Teile schonmal seperat in zwei Leserunden gelesen, weswegen ich quasi nur das letzte Buch gelesen habe. Was mich jetzt im Nachinein ärgert, da diese Gesamtausgabe super sinnvoll ist! So kann man alles in einem weglesen und hat auch noch Geld gespart (4,99€ für die Gesamtausgabe)!

Um aber auf den dritten Band einzugehen: Für mich steht nun fest das ich Susanne Ferolla im Auge behalten werde. Mit "Die Wolfselbin" ist ihr eine so tolle High-Fantasy Geschichte eingefallen, die man einfach in wenigen Tagen wegsuchten möchte. Der Schreibstil ist dabei weder zu hochgestochen, noch verliert er sich in zu vielen Beschreibungen. Trotzdem kommt bei diesem flüssigen Schreibstil das Feeling nicht zu kurz. Die Bücher sind genauso atmosphärisch geschrieben wie beispielsweise A Game of Thrones oder Der Hobbit. Man taucht direkt in diese andere Welt ab. Lässt sich treiben und entdeckt immer neue Lande.
Die Charaktere sind besonders gut gelungen. Hatte ich im zweiten Buch noch Schwierigkeiten mit den Charakteren mitzufühlen, so änderte sich das im dritten Band. Hier konnte ich shippen, kurz ergriffen sein oder herzlich grinsen. Besonders gelungen waren die Ängste der Charaktere. Sie alle sind keine 0815 Helden, die sich ohne zu überlegen ins Getümmel stürzen. Die Charaktere in diesem Buch müssen sich überwinden, ihre Ängste besiegen und sie zögern an vielen Stellen. Dabei sind deren Gründe aber so nachvollziehbar, das man ihnen gar nicht böse ist, das sie nicht sofort gehandelt haben. Es sind einfach authentische Figuren, bei denen man wirklich merkt das sich jemand zu ihnen Gedanken gemacht hat.

Kommen wir aber jetzt zu meinem Kritikpunkt dieser Story: Der Bösewicht. er war zwar durch und durch machthungrig und böse, wurde mir am Ende aber dann doch irgendwie zu unspektakulär besiegt. Irgendwie passte es zwar zur Story, aber ich hatte ihn mir als den Überbösewicht schlechthin vorgestellt, bei dem man keine Chance hat. Tja, "Hochmut kommt vor dem Fall" passt bei desem Charakter wohl ziemlich gut.

Allgemeiner Kritikpunt zur Gesamtausgabe bzw zur Trilogie an sich:
Obwohl ich wirklich gerne in Thoran und Ithlan unterwegs war, ist mir doch aufgefallen das ich mir oft mehr Details gewünscht hätte. Nicht einer der drei Bände reicht über die 250 Seiten hinaus und das merkt man den Büchern auch an. Hin und wieder hätte ich einfach gerne mehr gewusst oder besser gesagt ich hätte gerne detaillierter erfahren wie einige Dinge funktionieren. Auch die Beziehungen gingen dementsprechend flott und hätten mit einer größeren Seitenanzahl vermutlich nicht so gehetzt gewirkt. Zwar war ich fleißig am shippen, aber es hätte der Story doch hin und wieder gut getan, wenn den Liebesgeschichten ein bisschen Zeit gegeben worden wäre.

Abschließende Meinung:
Für mich war der dritte Teil ein absolut gelungener Abschluss. Aus diesem Grund kann ich auch dieses Buch nur wärmstens jedem High-Fantasy-Fan empfehlen. Von mir gibt es daher 4 von 5 verrückte Gesichter.


Was haltet ihr davon, wenn der Bösewicht letztendlich doch recht einfach zu besiegen ist? Wollt ihr bei High-Fantasy Geschichten lieber ein klares schwarz-weiß oder dürfen die Grenzen auch gerne vermischen?

Andrea

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