11. April 2017

[R] Der Dämon von Naruel 1

Der Dämon von Naruel - Der Berg der Elemente
(Rezension geschrieben von Andrea)






Preis: 12,95 € [D], 2,99 € [eBook]
Einband: eBook
Seitenanzahl: 290 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren.
Meine Wertung: 4 verrückte Gesichter.
Reihe: 1. Buch einer Reihe.
Autor: Janine Prediger
Verlag: Selfpublisher (Books on Demand)
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Inhalt:

Verzweiflung treibt die junge Pan dazu eine verfluchte Frucht zu essen. Mit übermenschlichen Kräften ausgestattet will sie es nun mit ihrem Feind aufnehmen. Leider bringt die verfluchte Frucht aber auch schreckliche Nachteile mit sich. So wird die Nacht zu einem blutroten Albtraum. Pan wird eine Bestimmung offenbart. Sie soll die zwei wiedergebornenen Götterseelen zusammenführen um somit einen uralten Dämon aufzuhalten. Pan gerät immer wieder an ihre Grenzen. Wird sie es schaffen diese heilige Aufgabe zu meistern?


Rezension:

Nachdem Blogger einfach meine komplette Rezension gelöscht hat, ist hier nun der zweite Versuch. Hoffentlich klappt es diesmal!

Danke an die Autorin, Janine Prediger, für das Rezensionsexemplar.

In diesem Auftakt, begleiten wir die 14 jährige Pan auf einer gefährlichen Reise durch Naruel. Kaum ist sie den Fängen der bösen Amphimen, Wesen die halb Mensch und halb Fisch sind, entkommen soll sie auch schon die Welt retten.
Die Story fokussiert sich sehr auf Pan, ihre Entwicklung und ihren Auftrag. Die Nebencharaktere rücken teilweise komplett in den Hintergrund und obwohl man sie deswegen als blass bezeichnen könnte, stellte sich dieses Gefühl bei mir NICHT ein. Viel eher wirkten sie wie Punkte auf einer Karte. Jeder von ihnen trägt dazu bei, das Pan ihrer Bestimmung folgt. Tatsächlich muss ich gestehen das es mal ganz erfrischen war, solche Charaktere anzutreffen. Es wurde nicht versucht ihnen total viel Tiefe zu verleihen, sondern sie waren dazu da um die Geschichte voranzutreiben. Natürlich haben die Nebencharaktere auch eher eine flüchtige Erinnerung hinterlassen, weil Pan nicht allen eine besondere Bedeutung anmaßt. So ist ihr alter Mentor eine wichtige Person, die mehr Tiefe erhält, als ein Mitgefangener, der sowas wie einen Freund für Pan dastellt. Jetzt mag man sich vielleicht fragen warum der Mentor wichtiger sein soll, als der einzige Freund. Nun Pan ist tatsächlich ziemlich schlecht darin Beziehungen aufzubauen. Das liegt einfach an der langen Gefangenschaft und wie man sie dort behandelt hat. Sie vertraut niemandem so wirklich, bis auf ihren Mentor der sowas wie eine Vaterfigur dastellt. 
Das Buch ist also sehr auf Pan fixiert. Leider hat es trotzdem sehr lange gebraucht bis ich mit ihr warm wurde. Sie ist stark, eigensinnig und voller Hass. Das sind einige Zeit so ziemlich die einzigen Gefühle, mit denen Pan konfrontiert wird. Später kommt auch noch Trauer und Verzweiflung hinzu, aber grundsätzlich fehlten mir einfach auch noch andere Gefühlsregungen bei ihr. Zwar kann ich absolut nachvollziehen warum eben Hass, Wut und die ganzen anderen negativen Emotionen im Vordergrund stehen, aber Pan wirkte mir manchmal einfach zu "fern". Nicht greifbar irgendwie. Bis auf Schmerz und Hass, konnten mich keine Emotionen ihrerseits erreichen, was natürlich mega schade ist. Ob es jetzt vielleicht an den Dialogen lag, die immer sehr auf den Punkt gebracht waren oder an irgendwas anderem, kann ich bei bestem Willen nicht sagen.
Trotzdem mochte ich die Art und Weise wie sich die Story um Pan aufzubauen scheint. Alles hängt irgendwie zusammen und man merkt an vielen Stellen eine Charakterentwicklung. Diese ist, wie ich finde, sehr wichtig in Fantasybüchern und kommt hier gut rüber!

Was mir auch total gut gefallen hat, war die Brutalität der Story. Hier wird blutig gekillt oder ums überleben gekämpft. Sei es nun gegen andere Menschen oder Naturgewalten. Stellenweise konnte ich den körperlichen Schmerz, den Pan erfährt, selbst am eigenen Körper spüren. Einige blutige Szenen haben mir einen Schauer über den Rücken laufen lassen, so detailliert war alles beschrieben. Dieser Mix aus Horror und Fantasy funktioniert einfach extrem gut! Die Beschreibungen sind dabei nicht zu ausschweifend, schaffen es aber trotzdem eine düstere Atmosphäre zu erzeugen.


Abschließende Meinung:

Wer Lust auf eine blutige Fantasygeschichte mit Horrorelementen hat, ist bei dieser Reihe genau an der richtigen Adresse! Leider wurde ich erst sehr spät mit Pan warm, allerdings hat das nicht meinen Lesefluss gestört. Die Dialoge hätten ruhig etwas emotionaler und länger sein können, aber prinzipiell war das in Ordnung. Man merkt dem Buch deutlich an, das die Geschichte eigentlich erst so richtig im letzten Drittel losgeht. Alles davor war eher Vorgeschichte zu Pan und wie sie zu dem wurde, was sie ist. Von mir gibt es 4 von 5 verrückte Gesichter.



Andrea

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