15. April 2017

[R] Der Prinz der Elfen

Der Prinz der Elfen
(Rezension geschrieben von Andrea)






Preis: 16,99 € [D], 13,99 € [eBook]
Einband: eBook
Seitenanzahl: 400 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren.
Meine Wertung: 4 verrückte Gesichter.
Reihe: Einzelband
Autor: Holly Black
Verlag: cbt
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Inhalt:

Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold. Fairfold ist ein besonderer Ort, denn er grenz direkt an das Elfenreich und wird jedes Jahr von vielen Touristen besucht. Die Touristenzieht es besonders zu einer bestimmten Stelle im Wald. Dort, auf einer Lichtung, liegt ein Elfenprinz in einem Glassarg und schläft. Hazel und Ben sind mit den Geschichten der Elfen aufgewachsen. Sie wissen wie sie sich selbst vor ihnen schützen können und doch zieht es die beiden immer wieder zu dem schlafenden Prinzen. Die nun 16 jährige Hazel versucht ein Loch in ihrem Herzen zu füllen. Als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz verschwunden, werden Ben und Hazel in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel scheint dabei eine entscheidende Rolle zu spielen.


Rezension:

An dieser Stelle möchte ich mich bei dem Verlag für das bereitstellen des Rezensionsexemplares bedanken!

Holly Black ist ein Autorenname, den viele vermutlich schonmal gehört haben. Für mich war "Der Prinz der Elfen" das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe. Es konnte mich zu Beginn wirklich überzeugen, allerdings hatte ich auch meine kleinen Kritikpunkte.

Der Weltenaufbau ist erstmal sehr gut gelungen. So ist Fairfold ein kleines Städtchen das an einen Wald angrenzt. In diesem Wald leben unterschiedliche Elfen. Manche brutal und blutrünstig, andere sind eher auf kleine Streiche aus. Moderne Zeit und fantastische Wesen/Welten gehen hier Hand in Hand. So schläft der Elfenprinz in seinem Sarg, während die Jugendlichen von Fairfold ihre Partys direkt neben ihm feiern. 
Was mich an diesem Weltenaufbau etwas gestört hat, ist die Tatsache das verschwundene und getötete Touristen einfach vergessen wurden. Niemand hat nach ihnen gesucht. Nicht die Familien und auch nicht die Polizei. Das fand ich halt etwas merkwürdig, denn in der heutigen Zeit verschwindet eigentlich niemand einfach so, ohne das nicht zumindest irgendwer nach der Person sucht.

Generell hat mich die Story an viele Märchen erinnert. Der schlafende Prinz hatte etwas von Aurora und auch das typische Elemente "Ritter bekämpft Monster" findet seinen Platz. Der Schreibstil mutet auch sehr märchenhaft an, konnte mich aber leider nicht überzeugen. Für mich waren die Satzstellungen teilweise komisch und ich musste viele Sätze doppelt lesen, bis ich begriffen hatte was Sache war. Verschachtelte Sätze. Kurze Sätze. Viele Beschreibungen. Es war ein so bunter Misch, das ich mich bis zum Ende nicht an den Schreibstil gewöhnen konnte. Zwar hat eben dieser Schreibstil wunderbar zur Atmosphäre beigetragen, war für mich aber stellenweise echt anstrengend zu lesen. Trotz anstrengendem Schreibstil konnte ich das Buch am Anfang gar nicht aus der Hand legen. Die vielen Mysterien sind bis zum Schluss spannend, wenn auch man einige Ereignisse vorhersehen kann. Trotzdem gab es immer wieder einige Twists, die ich nicht habe kommen sehen. Es hat also durchaus Suchtpotential.

Oft war ich noch bis mitten in der Nacht in dem Buch versunken, nur um mit Schrecken festzustellen, das ich bald wieder aufstehen muss :D

Hazel und Ben sind zwei wirklich liebenswerte Charaktere, wobei ich vor allem bei Hazel immer eine gewisse Distanz gespürt habe. So als würde die Autorin gar nicht wollen, das man Hazel zu sehr ins Herz schließt. Vielmehr fühlte sie sich wie eine Märchenfigur an, mit der man zwar mitfiebert, aber die doch irgendwie weit entfernt bleibt. Ben hingegen wirkte sehr menschlich. Er wirkte weniger einem Märchen entsprungen als seine Schwester. Auch bei den Charakteren wurde wieder dieser Misch aus Moderne und Märchen aufgegriffen. Was für mich einen wirklich interessanten Mix gegeben hat. Alle Charaktere waren zwar irgendwie Klischeehaft, konnten aber hin und wieder überraschen!
Natürlich darf eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Diese war zwar vorhersehbar, aber trotzdem süß. Zwar habe ich Hazel mit jemand anderem geshippt, aber ich konnte mich dann am Ende doch ganz gut mit ihrer Wahl zufrieden geben.


Abschließende Meinung:
Der Prinz der Elfen ist ein Buch, das Fans von Märchen gefallen wird. Wer jetzt nicht auf Klischees steht, sollte die Finger von diesem Buch lassen.
Generell ist das Buch sehr atmosphärisch geschrieben und greift viele Märchenelemente auf. Leider wurde ich mit dem Schreibstil so gar nicht warm und ich hätte mir die Liebesgeschichte doch etwas anders erhofft, trotzdem hat "Der Prinz der Elfen" mich überzeugen können. Von mir gibt es daher 4 von 5 verrückte Gesichter.


Andrea

Kommentare:

  1. Huhu Andrea,

    auf deine Rezension zu diesem Buch, war ich ja mehr als gespannt! Man merkt richtig, dass dich das Buch aus der Realität reißen und in sich gefangen nehmen konnte. Allerdings beschreibst du deine Kritikpunkte auch perfekt. Es kommt ja immer wieder mal vor, dass man so seine Schwierigkeiten/Probleme mit dem Schreibstil hat. Ich finde es immer ziemlich schwer, dann zu beschreiben, was genau mich daran gestört hast. War da von deiner Beschreibung gerade ziemlich beeindruckt. Ist total nachvollziehbar! =)

    Von Holly Black als Autorenname, habe ich tatsächlich bisher noch nicht so viel gehört. Dieses Buch hatte ich im Kopf, da ich mal einen genialen Buchtrailer zur englischen Ausgabe entdeckt habe. Hat sie denn noch ein bekanntes Buch herausgebracht?

    Schön fand ich auch den Vergleich vom schlafenden Prinzen zu Aurora. Ist doch auch mal toll, wenn es einen kleinen Geschlechtertausch in Märchen gibt. xD Eigentlich keine so schlechte Idee. Ich kann mir total gut vorstellen, dass Märchenadaptionen mit einem Rollentausch der Geschlechter total interessant zu lesen wäre. o:

    Bücher zu finden, die einem die Zeit vergessen lässt, ist immer toll nicht wahr? Ich lese zur Zeit auch ein Buch, wegen dem ich in letzter Zeit total lange wach bleibe nur um weiter darin blättern zu können. Kennst du das Buch "Chosen - Die Bestimmte" bereits? Gefühlt hätte das Buch viel mehr Hype verdient, aber lustigerweise hat es auch einige Klischees drin, genau wie "Der Prinz der Elfen".

    Auf jeden Fall eine tolle Rezension, die absolut nachvollziehbar geschrieben wurde und neugierig macht! <3

    Ganz liebe Grüße
    Leni

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  2. Hey Andrea =)

    Ich weiß nicht wieso, aber ich kann mit Elfen einfach überhaupt nichts anfangen. Deshalb hab ich auch nur ein bedingt schlechtes Gewissen, dass ich deinen Post dazu missbrauche, dich auf etwas ganz wichtiges aufmerksam zu machen. Schau mal hier:

    Glückspilz-Alarm

    LG
    Anja

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