4. April 2017

[R] Terrandor 2

Terrandor - Zwischen Tod und Unsterblichkeit
(Rezension geschrieben von Andrea)






Preis: 8,99 € [D], 2,99 € [eBook]
Einband: eBook
Seitenanzahl: 217 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren.
Meine Wertung: 3 verrückte Gesichter.
Reihe: 2. Buch der "Terrandor" Reihe.
Autor: Susanne Ertl
Verlag: Selfpublisher
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Achtung! Es handelt sich um den zweiten Band einer Reihe. Die Inhaltsangabe kann Spoiler enthalten!


Inhalt:

Marie muss wieder nach Terrandor zurückkehren. Hatte sie sich erhofft nun endlich alles hinter sich zu lassen, muss sie leider feststellen das die Dunkelalben immernoch in höchster Gefahr schweben. Melina ist ihr dabei immer dicht auf den Versen. Marie erfährt wer ihre Mutter ist und was für ein Erbe auf ihren Schultern lastet. Um den Lauf der Dinge zu ändern, begibt sie sich auf eine gefährliche Reise nach Amitreon, denn nur dort scheint es einen Weg zu geben alles wieder zum Guten zu wenden.


Rezension:

Erstmal möchte ich mich ganz herzliche bei Susanne Ertl für das Rezensionsexemplar bedanken! 

Zum Cover kann ich nur sagen: Ein Traum! Ich finde die Blau- und Goldtöne harmonieren wunderbar miteinander. Auch die Schriftart für den Titel finde ich sehr gut gewählt. Das Ziffernblatt findet sich auch im Buch selbst wieder, weswegen das Cover einfach sehr gut zum Inhalt passt!

Beim Inhalt habe ich einige Kritikpunkte, die ich leider anbringen muss. Mir hat der erste Teil von Terrandor wirklich sehr gut gefallen und ich war vom zweiten Teil ein bisschen enttäuscht. Es kann gut sein, das sich diese Rezension sehr negativ anhören wird, was aber nur daran liegt das diese Buchreihe echt viel Potential hat und ich finde, das dieses Potential in diesem Teil leider nicht ausgeschöpft wird. 
Die größte Schwäche dieses Teils, liegt in der Seitenanzahl. Es passiert einfach ZU viel für knappe 200 Seiten. Als Leser wurde ich quasi von Ereignis zu Ereignis geworfen, ohne dabei die Möglichkeit zu haben, einmal kurz durchzuatmen.
Wie im Vorgängerband wechselt die Sicht zwischen den unterschiedlichen Charakteren und in den Zeiten. So erfährt man mehr über Melina's Vergangenheit, während man in den Kapiteln der Gegenwart mit ganz neuen "Bedrohungen" konfrontiert wird. Hier muss ich auch leider anmerken, das es etwas störend im Lesefluss war, wenn fast jedes Kapitel zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her springt. Selbst innerhalb der Kapitel wird teilweise von Charakter zu Charakter gesprungen, was an sich echt nicht schlecht ist, leider aber ohne Absätze extrem verwirrt. 

Wobei ich hier nicht weiß ob es nicht doch Absätze gab, meine Leseapp diese aber nicht formatieren wollte. Hatte einige Probleme mit dem rüberziehen des Buches, weil mein Pc nicht so wollte wie ich .__.

Absätze und vielleicht eher drei Kapitel nacheinander in der Gegenwart und dann zwei in der Vergangenheit, wären vorteilhaft für den Lesefluss gewesen.
Oben habe ich ja bereits angemerkt das die 200 Seiten nicht ausreichen um die ganze Story, die hier in das Buch gepackt wurde, richtig zu entfalten. Das ganze wurde mir besonders deutlich, als sich plötzlich Charaktere ineinander verliebt haben, die sich vorher gehasst haben. Es kam so plötzlich. Unerwartet. Aus dem Nichts. Ich wurde richtig damit überrumpelt. Es ist halt richtig schade, denn im ersten Band wurde doch sehr viel Rücksicht auf eine nachvollziehbare Liebesgeschichte gelegt. Dort entfaltete sich alles in einem angenehmen Tempo. Hier wirkte wirklich jeglicher Romance-Aspekt übereilt.
Grundsätzlich gab es im Vergleich zum Vorgängerband auch deutlich mehr Informationen. Sowohl zum Weltenaufbau, als auch im Bezug auf Hintergrundgeschichten zu einzelnen Charakteren. Meiner Meinung nach, wurden viele der Erklärungen zu schnell erklärt. Während mein Gehirn also noch mit der Verarbeitung beschäftigt war, hatten Marie und Co schon den kompletten Überblick über jegliche Verbindungen und Hintergründe. Vielleicht lag es daran, das ich einfach müde war und mein Gehirn deswegen nicht so schnell war, die erfahrenen Informationen in das Gesamtbild einzufügen oder es wurde einfach nicht ausreichend genug erklärt. Bei mir bildeten sich leider zu viele Fragezeichen während des lesens und stellenweise begriff ich erst viel zu spät was nun Sache ist. Wie das bei Büchern mit dem Thema "Zeit" oder "Zeitreise" numal ist, war das Ende sehr verwirrend. Plötzlich lebten Figuren, die eigentlich gestorben waren wieder, wussten aber das sie eigentlich hätten Tod sein sollen und so weiter. Es war einfach sehr schwer für mich den Überblick zu behalten.
Es hätte dem Buch so viel besser getan, langsamer voran zu schreiten. Viele Ereignisse mehr auszuschmücken. Amitreon langsam einzuführen, die Beziehungen in einem angemessenen Tempo voranschreiten zu lassen und was viel wichtiger ist: Alles genauer erklären. Mehr ins Detail gehen, bei dem Weltenaufbau.
Terrandor ist eine wirklich interessante Fantasywelt. Mit dem zweiten Band wurden sogar noch mehr Möglichkeiten und interessante Entwicklungen eingeführt, die ich wirklich genial finde! Es hat mich nur einfach enttäuscht, das ich das Buch nicht richtig genießen konnte, weil das Tempo nicht mit dem des ersten Teils im Einklang ist. Leider wurde diesmal keine richtige Balance gehalten. Es sprang zu sehr zwischen zu vielen Charakteren und Zeiten hin und her. Wirklich emotionale Ereignisse der Charaktere haben nicht die nötige Zeilenanzahl bekommen um sich voll zu entfalten. Was dadurch die Charaktere blasser als im Vorgängerband erschienen ließ. Dort wurde den Charakteren ausreichend Zeit gegeben um zu trauern um nachzudenken um aus Impulsen heraus zu handeln. Hier fehlte mir diese emotionale Tiefe und die dadurch entstehende Charakterenwticklung. Ich konnte einfach mit niemandem so richtig mitfühlen.


Abschließende Meinung:
Die Welt von Terrandor wird weiter ausgebaut und es kommen wieder einige Twists vor. Leider war mir das Tempo der Geschichte viel zu schnell, wodurch ich die ganze Geschichte nicht genießen konnte. Von mir gibt es daher 3 von 5 verrückte Gesichter.

Andrea

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