9. April 2018

[R] Shinobi Quartet

Shinobi Quartet - Band 1
(Rezension geschrieben von Andrea)






Preis: 7,50 € [D], 6,49 € [eBook]
Einband: Kartoniert
Seitenanzahl: 194 Seiten
Altersempfehlung: ab 12 Jahren.
Meine Wertung: 3 verrückte Gesichter.
Reihe: Erster Band einer Reihe
Autor: Tohru Himuka
Verlag: Egmont Manga












Inhalt:

Choko Manaka ist die Erbin einer reichen Familie. Da sie es satt hat, ständig von Bodyguards umzingelt zu sein und dadurch von ihren Mitschülerin gemieden wird, bietet ihr Vater ihr einen Deal an. Sie soll an eine bestimmte Schule wechseln und sich dort einen Shinobi/Ninja suchen, der sie vortan beschützen soll. Darauf hat Choko aber überhaupt keine Lust.


Rezension:

Meine Mangarezensionen werden etwas kürzer ausfallen, als die Rezensionen zu Büchern. Ich werde das ganze in 3 Kategorien unterteilen, da ich mir noch total unsicher bin wie ich meine Mangarezensionen aufbauen soll.

Zeichenstil:
Den Zeichenstil finde ich in Ordnung. Er sticht nicht aus der Masse hervor, ist aber auch nicht schlecht. Die Hintergründe sind nicht sonderlich detailliert, aber dafür hat man den Fokus auf die Gesichter und die Mimik zu legen. Schön finde ich, das es kein "süßer" Zeichenstil ist. Überproportionierte Augen sucht man hier vergebens, was den einen vielleicht stört, aber mich besonders gefreut hat!

Charaktere:
Choko ist eine tolle Protagonistin! Sie ist direkt, ehrlich und hat ein gutes Herz. Die Art und Weise wie sie mittlerweile an Entführungen gewöhnt ist und kaum Angst zeigt, fand ich sehr stark. Auch das sie sich strikt weigert einen Shinobi zu erwählen, weil sie das ganze unsinnig findet, macht sie mir umso symphatischer.
Ujo hingegen fand ich absolut nervig! Er ist fast schon besessen von Choko und verhält sich wie ein Hund. Sein ständiges "Sie gehört mir" ging mir total auf den Zeiger. Auch sein Aussehen war mir zu unspektakulär.
Suo ist der ältere Zwilling. Ihn mochte ich charakterlich noch am liebsten von allen Kerlen. Am Anfang wird er als ziemlich gerissen vorgestellt, bis die Autorin sich entscheidet alles über Bord zu werfen und er ähnlich dämlich wie Ujo erscheint. Schade.
Akane ist der jüngere Zwilling und ihn kann man eigentlich nicht wirklich einschätzen. Er hat einen Bruderkomplex und ist stark. Das wars auch schon was man über ihn erfährt. Die meiste Zeit ist er einfach nur anwesend.
Shirogane hat mir vom Aussehen her am besten gefallen. Er scheint auch etwas mysteriöser zu sein und eher aus Eigennutz seine Dienste anzubieten, was ich grundsätzlich ziemlich spannend finde.

Story:
Den Storyansatz finde ich eigentlich ziemlich cool. Es geht darum Shinobis in der modernen Welt einen Platz zu geben. Wo und für wen würden Shinobis heute arbeiten? Das ist eigentlich eine ziemlich interessante Grundidee, weswegen ich da absolut nicht meckern kann. Da es sich um einen Harem-Manga (evtl auch Reverse-Harem) handelt, ist die Story aber recht vorhersehbar. Es ist jetzt schon klar für wen sich Choko am Ende entscheiden wird. Auch fehlte mir einfach das Gefühl, dass ich sie unbedingt mit einem der Jungen zusammen sehen möchte. Es war eher ein "Mit ihm möchte ich sie am wenigstens sehen" und das ist ja ein ziemlich schlechtes Zeichen. Generell habe ich auch keinen der Jungs wirklich heiß gefunden, was für Harem-Storys auch ziemlich kontraproduktiv ist. Auch das die Story bisher einem plumpen Muster gefolgt ist, fand ich schade. Neuer Shinobi taucht auf, es gibt einen Konflikt, Shinobi schließt sich Choko an. Ich hätte es besser gefunden wenn jedem der Kerle ein Band gewidmet worden wäre, um ihnen eine gewisse Tiefe zu verleihen! So hätten wir in Band eins vielleicht einfach nur mehr über Ujo erfahren können. Seine Beweggründe. Wie er so stark wurde. Etc.
Da es sich um einen Shojo Manga handelt, gibt es natürlich einen gewissen Comedyanteil der meist auf den Interaktionen mit Ujo aufbaut. Diese Interaktionen fand ich allerdings so gar nicht lustig, da sie recht plump waren. Ich denke mal die Zielgruppe für diese Witze sind Teenager im Alter von 12 bis 16. Was ich hingegen wirklich witzig finde, ist die Art wie Choko auf das meiste reagiert hat. Die meiste Zeit stand sie daneben und hat sich gefragt was mit diesen Menschen falsch ist, was ich sehr gut nachvollziehen konnte und dementsprechend auch witzig fand.


Abschließende Meinung:
Bei Shinobi Quartet handelt es sich um ein gewöhnlichen Shojo Manga, der weder mit Storyverlauf noch Charakteren punkten kann. Einzig die Protagonistin war mir durchweg symphatisch und hat mich zum schmunzeln gebracht. Die Grundidee des Mangas finde ich spannend, hätte aber in einem Werk ab 16 Jahren vermutlich noch deutlich mehr rausholen können. Shinobis haben ja immerhin getötet und das ist mir in diesem Manga einfach viel zu verniedlicht. Von mir gibt es daher 3 von 5 verrückte Gesichter.


Andrea

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